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USB Kabel und die Kompatibilität

Seit diesem Jahr gibt es nun endlich den langersehnten Typ-C Anschluss als Nachfolger für den Micro USB Anschluss. Damit kommen auch eine ganze Reihe von toller Features und Vorteile mit auf den Markt.

Während der Aufladung des Gerätes kann Daten-, Video-, oder Audioübertragung stattfinden.
In der Regel werden Geräte mit 15 Watt aufgeladen, also fünfmal schneller als mit einigen älteren Modellen. Über Power Delivery wird das Endgerät mit bis zu 100 Watt aufgeladen.

Passive Kabel, also ohne Elektronik, kommen ohne jegliche Stromversorgung aus. Der User kann bestimmen, in welche Richtung der Strom fließen soll. So ist es auch möglich, dass das Smartphone die Powerbank auflädt.

👉 Datenübertragungsprotokoll USB 3.1, der für Raten bis 10 Gigabit pro Sekunde ausgelegt ist

👉 Deutlich verbesserte Ladekapazitäten

👉 5 Profile für die Stromversorgung (Power Delivery Specifications), 5 – 20 Volt

Auch zwei Handys können sich aufladen, wenn das eine Gerät mehr Akkuleistung zur Verfügung hat als das andere. Über die Stromflusssteuerung kann man dann festlegen, in welche Richtung der „Saft“ fließt. Ideal um Dateien oder Musik von einem Smartphone auf das andere zu kopieren. Android kann erkennen, an welchem Ende des Kabels das eigene Smartphone angeschlossen ist. USB C Stecker weisen 24 Verbindungen auf und können damit höhere Stromstärken und Datenraten aushalten.

Laut den Geräte Spezifikationen kann der Ladestecker bis zu 10.000 Mal ein- und ausgesteckt werden, ohne dass er Schaden nimmt. (Das Kabel ist meist dicker, als bei den klassischen Kabeln)
Wie sieht es mit der Kompatibilität der neuen Typ C Anschlüsse aus?
Da gibt es leider noch große Probleme und wohl Nachholbedarf. Denn bis sich alle alten Anschlüsse aus dem verstaubten USB Zubehör verabschiedet haben, dürfte es wohl noch eine ganze Weile dauern. Die Adapter sind aber dafür auch in den nächsten Jahren noch stark nachgefragt. Eine gute Nachricht gibt es dann aber doch: Immerhin ist der neue Typ-C USB Anschluss abwärts kompatibel!

Bei Audio Geräten ist Land in Sicht, denn die alten Klinkenstecker werden nach und nach vom Markt genommen und das USB-Implementers-Forum hat sich in 2016 auf einen Standard geeinigt, bei dem das Audio Signal digital übertragen wird. Das bedeutet, dass alle Typ-C Klinkenadapter einen Digital-Audio-Konverter besitzen. Und dieser ist kompatibel mit allen Typ-C Geräten.

Aufgrund zahlreicher Anwender Tests hat sich herausgestellt, dass einige USB Typ-C Kabel das Endgerät erheblich beschädigen können. Dabei hat es sich aber fast ausnahmslos um Kabel gehandelt, die online gehandelt wurden und offensichtlich nicht die USB-IF Anforderungen erfüllt haben. Auch hat teilweise eine entsprechende Zertifizierung gefehlt.

Die Schwierigkeit, das Original von einer Fälschung zu unterscheiden, taucht auch bei den USB Kabeln auf. Wer sich nach einem Original Ersatzkabel informiert, wird schnell feststellen, dass er sich schlichtweg auf die Angaben des Händlers oder Herstellers verlassen muss. Oftmals kommt dann aber trotz Zertifizierung ein mangelhaft konstruiertes Zubehör in den Handel, was seinen Besitzer nicht nur wenig Freude bereitet, sondern auch Geräte mal in Flammen aufgehen lässt oder einfach schneller den Geist aufgibt als erwartet.

Auch ist es möglich, dass das verwendete Endgerät noch nicht den neuesten Standard von USB 3 unterstützt und nur USB 2.0 verwendet.